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Denkmaleinweihung in Glueckstal
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Von Margaret Aman Freeman, Leiterin der Glueckstal Colonies Research Association [Forschungsgesellschaft fuer die Glueckstaler Kolonien] (GCRA, www.glueckstal.net), Redondo Beach, California

Margaret Aman Freeman, Coordinator, Glueckstal Colonies Research Association (GCRA, www.glueckstal.net), Redondo Beach, California USA

Ueberzetzung vom Amerikanischen von Alex Herzog, Boulder, Colorado, USA

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Die Einweihungsfeier des Glueckstaler Denkmals in Glinnoje, Moldawien (der heutige Name der Kolonie von Glueckstal) kann als grosser Erfolg bewertet werden! Fuenfzehn Amerikaner sind zu den Feierlichkeiten am 24. Mai 2002 angereist. Der Anlass: Einweihung eines Denkmals zum Gedenken an dieVorfahren in den Glueckstaler Kolonien (Glueckstal, Beudorf, Bergdorf und Kassel).

Das Denkmal besteht ganz aus Granit, steht etwa 1m hoch, erstellt auf einer kleinen Erhebung in einer Ecke des Schulhofs von Glinnoje. Im Hintergrund ist viel Immergruen, das ganze Denkmal ist von zwei Strassen sichtbar. Die Inschrift auf der Vorderseite ist in Russich verfasst, der deutsche Text auf der Rueckseite. Darunter steht auf beiden Seiten der folgende Text in Englisch: "Glueckstal Colonies Research Association, May 24, 2002".

Die feierliche Einweihung folgte im Anschluss an eine Darbietung der Schueler von Glinnoje unter der Leitung der Schuldirektorin und deren Assistentin, der Direktorin des Schulmuseums. Dieses Museum wurde im Schulgebaeude errichtet und bietet eine ausgedehnte Ausstellung zur Geschichte des Dorfes. Das Festspiel wurde eigens fuer diese Feier geschrieben und bestand aus Vortraegen, Gesaengen und Taenzen zur Vorstellung der Geschichte der Glueckstaler Einwohner. Die vierte Klasse prasentierte einen Volkstanz. Andere Schueler boten einen Tanz dar, der die Geister des Tals und der Vorfahren darstellen sollte. Ein weiterer Tanz repraesentierte die Verschmelzung dieser Geister der Vorfahren mit den heutigen Dorfbewohnern. Die letzte Tanzvorstellung stellte den Konflikt zwischen dem Guten und Boesen in den Kolonien durch ihre ganze Gechichte dar. Insgesamt demonstrieten die Darbietungen in wunderbarer Weise den Zyklus zwischen Leben und Tod, Freud und Leid, und den Lebensweg normaler Menschen.

Anwesend waren u.a. der Buergermeister Strigunov, Beauftragte des Bildungsamts und der Historischen Archiven von Modawien/Transnistrien, sowie Reporter von zwei Fernsehanstalten, einiger Zeitungen und einem Radiosender. Die Schule in Glueckstal hat als erste in der Gegend ein Museum zur Dorfgeschichte eingerichtet. Auch ist sie eine der ersten Schulen, die ein Denkmal zu Ehren ihrer Vorfahren aufgestellt hat. Ein wichtiger Grund, dass die Vorsitzenden des Bildungsamts und der Archiven von Moldawien bei der Feier zugegen waren.

Folgende Gaeste kamen aus fremden Laendern: Oskar and Helma Siefried Eberle aus Deutschland, gebuertig in dieser Gegend; Roger und Elaine Job Klusman, Tim und Judy Klusman, Bernardine Lang Kuhn, Michael M. Miller, Gwen Pritzkau, Dr. Harley Roth, Thomas und Janice Huber Stangl, Dr. Ken und Cathy Vogele, Bob und Margaret Aman Freeman, sowie der Fernsehkameraexperte Bob Dambach von der Fernsehanstalt "Prairie Public Television" von Norddakota/USA.

Bei der feierlichen Enthuellung hoben Margaret Aman Freeman und Michael Miller das Tuch vom Denkmal. Anschliessend legten Kinder und erwachsene Dorfbewohner Pfingstrosen am Denkmal nieder. Schliesslich hat Pastor Vladimir Moser von der Evangelischen Kirche von Tirsaspol den Stein und den heiligen Grund unter dem Denkmal gesegnet. Dieser Grund enthaelt menschliche Ueberreste, welche beim Bau der neuen Schule aufgedeckt wurden. Die Schule wurde ueber dem ehemaligen deutschen Friedhof gebaut.

Alle die bei der Feier zugegen waren durften an den Begebenheiten des feierlichenTages durchaus zufrieden sein. Die Dorfbewohner demonstrierten ihre Gastfreundchaft durch freundliche Beherbigung aller fremden Gaeste. Als Zeichen ihrer Anerkennung haben die Gaeste spontan eine Geldspende aufgenommen, die zum Kauf eines Fernsehers und Videorekorders sowie Videobaender zum Unterricht in der Dorfschule von Glinnoje verwendet wurden.

Ohne die langwierige Anstrengungen von Pavel Pratchuk, Dr. Sergei Yelizarov und Michael M. Miller waere dieses Projekt nie zustande gekommen. Der Dank der gesamten Mitgliedschaft der GCRA ist ihnen gewiss.

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